Car Repair

  • COS registered officially as car repair company Handwerkskammer Stuttgart

    In Germany the regulations for running a car repair workshop are very strict. The reason for that is the extremely high responsibility you have as a car workshop, because of safety. If a mechanist does mistakes in e.g. repairing a brake it is life-threatening.

    That's why it is a must to be Meister (Foreman) in vehicle technics, you must have several years experience in maintaining and repairing of cars and you must provide evidence of your technical ability to a chamber of handicrafts, if you want to run a car repair workshop.

    COS Stuttgart wants to provide their customers a fully integrated service, even including repair and inspection of the cars, because sometimes it is difficult for the customers to collaborate with the local car repair workshop in terms of language and reliability.

    So we went this big step and fulfilled all requirements, and COS Stuttgart became an official registered car repair workshop. We take care for all kinds of services and repairs of our customer´s cars in with best technical knowledge and experience in a professional way.

    COS Services officially registered as car repair company by granting KFZ repair and inspection permission Handwerkskammer Stuttgart as concession.

     

     

  • Wie kann man hohen Wertverlust von Fahrzeugen vermeiden?

    Ich habe das Auto vor 3 Jahren für 19.000€ als Gebrauchten gekauft, seitdem ist meine Frau damit lediglich 5.000km gefahren. Jetzt ist es nicht mal mehr 8.000€ wert. Wie kann das sein?!?“

    Dieser Artikel vom Mai 2019 soll uns einen Überblick über den Fahrzeugmarkt in Deutschland geben und uns damit helfen, die richtige Kaufentscheidung für ein Auto zu treffen.

    Insbesondere soll dieser Artikel Expatriates als Hilfestellung nutzen, die für sich oder den Ehepartner ein Fahrzeug über 2-3 Jahre Nutzdauer und für den Einsatz zum Einkaufen, Abholung der Kinder von der Schule und kleine Ausflüge genutzt werden soll.

    Grundsätzlich ist unsere Empfehlung von COS: besser einen gut erhaltenen Gebrauchtwagen zu kaufen, anstatt für vergleichsweise hohe Kosten einen neuen Wagen zu leasen.
    Man hat damit die Möglichkeit ein besser ausgestattetes und wertvolleres Fahrzeug zu fahren und hat gleichzeitig Kosten gespart.

    Voraussetzung dafür ist allerdings, dass man einen guten Widerverkaufspreis realisiert.

    Wie das geht, erklären wir hier in diesem Artikel.

     

    Wie ist der Vergleich von Neufahrzeugen im Vergleich zum Gebrauchtwagenmarkt?

    Von den etwa 3.4 Millionen neu-zugelassenen Fahrzeugen im Jahr 2018 wurden 2.2 Millionen gewerblich und 1.2 Millionen privat zugelassen.

    Im Gebrauchtwagenbereich wechselten rund 8,66 Millionen Kraftfahrzeuge den Eigentümer, hiervon wurden rund 7 Millionen privat zugelassen. 50% der gebrauchten Fahrzeuge werden über den Markenhandel verkauft. Den mit Abstand größten Anteil davon waren Fahrzeuge mit einem Alter bis zu 2 Jahren.

    Dabei haben die Deutschen für einen Neuwagen durchschnittlich 30.000€ ausgegeben. Im Gebrauchtwagensektor waren es im Markenhandel 15.500 € im freien und allgemeinen Gebrauchtwagenhandel werden Fahrzeuge durchschnittlich mit 8.900€ gehandelt.

     

    Aus dieser Information erhält man die ersten beiden Erkenntnisse:

    1. Für den deutschen Autofahrer ist ein Gebrauchtwagen normal. Nur die wenigsten kaufen sich ein Auto privat als Neuwagen.
    2. Ein Gebrauchtwagen sollte preislich zwischen 9.000€ und 15.000€ liegen, um einen möglichst geringen Wertverlust zu erreichen.

    Wie viele Fahrzeuge des allgemeinen Gebrauchtwagenhandels werden gewerblich oder privat verkauft?

    Hierzu gibt es keine fixe Zahlen, denn es bestehen starke Schwankungen, die saisonal, sowie durch die wirtschaftliche Lage bestimmt sind. Allerdings lässt sich feststellen, dass die Anzahl von privat verkauften Fahrzeugen sehr stark gesunken ist in den letzten Jahren.

    Über eine Auswertung in diversen Internetportalen lässt sich dies bestätigen. Die Abfrage im Dezember 2018 eines 1 Jahr alten gebrauchten VW Golf ergab insgesamt 15.973 Anzeigen. Gerade einmal 119 davon waren als „von privat“ gekennzeichnet. Eine Verschiebung entsteht, wenn nach älteren Fahrzeugen gesucht wird, in diesem Beispiel nach einem 7 Jahre altem Golf. Hier waren von 4086 Anzeigen 861 als „privat“ gekennzeichnet. 

    1. Erkenntnis: insbesondere der Markenhandel verkauft keine, oder nur sehr wenige Fahrzeuge die älter sind als 2 Jahre. Gleichfalls kann man auf ein echtes Schnäppchen hoffen, ein junges Gebrauchtfahrzeug von einem Privatanbieter zu ergattern.

     

    Welche Motoren sind auf dem deutschen Fahrzeugmarkt am beliebtesten?

    Die Hälfte aller neu-zugelassenen Fahrzeuge in Deutschland stammen aus der Hubraumklasse 1,5-2 Liter. 1.4 Millionen Fahrzeuge wurden aus der darunterliegenden Klasse 1,2-1,4 Liter Hubraum geordert. Lediglich 1,5% aller neu zugelassen Fahrzeuge haben einen größeren Hubraum mit mehr als 3 Liter.

    Die Behauptung „Hubraum lässt sich nur durch noch mehr Hubraum ersetzen“ ist nicht nur technisch, sondern nun auch statistisch widerlegt: Im Jahr 2017 wurden Neuwagen mit durchschnittlich 148 PS gekauft, so dass sich die Entwicklung von „Downsizing“ Motoren bei gleichzeitiger Leistungssteigerung endgültig durchgesetzt hat.

    Den größten Anteil der Verbrenner-Motoren hält nach wie vor der „Ottomotor“ (Benzin). Rund 2/3 aller Neuwagen wurden damit ausgestattet. Das restliche Drittel entfällt auf den Dieselmotor.

    Aufgrund der hitzigen Diskussionen der vergangenen Monate ist davon auszugehen, dass der Anteil von Dieselmotoren in PKW´s stark abnehmen wird. Der Anteil an Hybrid-Antrieben ist laut dem Auto-Motor-Sport Magazin (November 2018) auf immerhin 4,3 Prozent (Plug-in +114%, Full Hyprid +76% im Vergleich zum Vorjahr) gestiegen. Der Anteil an Fahrzeugen mit reinem Elektro-Antrieb beträgt 1,6%. Eine Steigerung von knapp 120% zum Vorjahr. Lediglich 0,2% der neu zugelassenen Fahrzeuge fahren mit Erdgas oder Flüssiggas. Die meisten Gas-Fahrzeuge werden also im Laufe der Nutzung umgerüstet. 


     

    1. Zusammenfassend ist nach heutiger Betrachtung also ein Fahrzeug mit sparsamen Benzinmotor in Kombination mit Elektroantrieb, also Hybrid/Plug-In Hybrid sehr empfehlenswert.

    Welche Sonder-Ausstattung sollte mindestens gewählt werden?

    Zur einfacherer Nachvollziehbarkeit führen wir eine Reihenfolge in Höhe des Aufpreises für die Zusatzausstattung durch.

    Während in Amerika Fahrzeuge mit Handschaltung Exoten sind, sogar einen gesonderten Führerschein benötigen, ist in Deutschland laut Branchenverband "Deutsche Automobil Treuhand" (DAT) nur jeder vierte Wagen mit Automatikgetriebe ausgestattet. Früher waren Automatikgetriebe für Fahrzeuge der Luxusklasse vorbehalten, oder mussten für sehr hohe Aufpreise als Sonderausstattung geordert werden. Heute besteht eine Trendwende hin zum Automatikgetriebe bzw. automatisierten Getriebe. Und diese Trendwende wird zusätzlich durch die Elektromobilität (keine Handschaltung) unterstützt: "Autos mit Handschaltung werden in einigen Jahrzehnten ein Nischenprodukt sein" (ADAC-Technikzentrum Landsberg). 

    Die meisten Airbags (Front-und Seitenairbags) sind zwischenzeitlich gesetzlich vorgeschrieben. Optional, ohne gesetzliche Vorgabe, sind Knie-/Fond-/ Window-Airbags. Jeder zusätzliche Airbag bringt mehr Sicherheit. Ähnlich verhält es sich mit Sicherheitssystemen wie Distronic, Active-Brake-Assist, Spurwechselassistenten.
    Wird Kunden ein Sicherheitssystem richtig erklärt und ist der Preis für die zusätzliche Ausstattung angemessen, dann entscheiden sich die meisten Autokäufer für diese Option.

    Obwohl jedem bewusst ist, dass mit dem Smartphone eine bessere Navigation erreicht wird, ist den Kunden in Deutschland eine integrierte (also aufgeräumte) Lösung sehr wichtig. Am liebsten ist den deutschen Kunden das leistungsfähigste Navi mit dem größten Display. Die Folge daraus ist, dass Gebrauchtfahrzeuge ohne integriertes Navigationssystem einen sehr starken Wertverlust haben. Untermauert wird diese Aussage beispielsweise hierdurch: die neue Mercedes-Benz G Klasse wird trotz des Charakters des Ur-Geländewagens heutzutage zu 2/3 mit optionalem Doppeldisplay geordert anstatt mit klassischen Zeigerinstrumenten.

    Fahrzeuge ohne Klimaanlage sind quasi unverkäuflich. Auf diese Komfort- und Sicherheitsausstattung verzichtet heutzutage niemand mehr.

    Wichtig ist den Kunden auch das Plus an Sicherheit durch Xenon/LED Scheinwerfer oder gar Laserlicht, damit folgen sie der Empfehlung durch den ADAC. Jedem der den Unterschied zwischen normalen Halogen-Scheinwerfern und modernen Scheinwerfern erlebt hat, wird dies bewusst. Xenon/LED Scheinwerfer bieten in etwa die doppelte Reichweite als ein herkömmlicher Halogenscheinwerfer. Jedoch nicht nur die Reichweite, sondern auch die Lichtausbeute ist viel besser. Dadurch, dass man mögliche Gefahren früher und besser erkennt, fühlt man sich deutlich sicherer und man fährt dadurch wesentlich entspannter.

    Ledersitze werten das Fahrzeug enorm auf. Die Verschleißfestigkeit von Leder ist stark, es ist leicht zu reinigen, es fühlt sich sehr gut an und sieht toll aus. Auch aus hygienischen Gründen ist ein Fahrzeug mit Ledersitzen wesentlich attraktiver, als ein Fahrzeug mit Stoffbezug. Leder erfordert jedoch mindestens zweimal jährlich eine umfangreiche Pflege, sonst entstehen Falten oder gar Risse. Eine Sitzheizung bei Lederausstattung ist obligatorisch, ansonsten ist das Auto unverkäuflich.

    Ein Geheimtipp mit welchem sich durch einen vergleichsweise geringen Aufpreis eine hohe Attraktivität und damit ein sehr guter Verkaufspreis erzielen lässt, ist eine Anhängerkupplung. Selbst wenn die meisten Menschen diese nur selten benutzen, sind sie dennoch sehr an der Flexibilität interessiert.

    1. Erkenntnis: soll ein Fahrzeug attraktiv für den Weiterverkauf sein, so sollte es mit Automatikgetriebe, umfangreicher Sicherheitsausstattung, Klimaanlage, einem fest installierten Navigationssystem und möglichst mit Ledersitzen ausgestattet sein.

      

    Spielt die Energie-Effizienz eine Rolle bei der Kaufentscheidung?

    Aus einer Auswertung des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2017 zeigt sich, dass die Energie-Effizienz auch ein wesentlicher Entscheidungsfaktor für den Fahrzeugkauf ist. Die derzeit beste Klasse A+ erreichten 11,4 Prozent der Neuwagen. Auf die Klassen A und B entfielen 23,6 Prozent, beziehungsweise 37,0 Prozent. Die durchschnittliche CO2 Emission ist gegenüber dem Vorjahr um 0,5 g/km auf 127,9 g/km (+0,4 %) leicht angestiegen.
    Durch die derzeitigen hitzigen Diskussionen bezüglich Feinstaub und Stickstoffemission und den daraus resultierenden Fahrverboten, wird sicherlich die ADAC Ecotest Einstufung zukünftig von sehr hoher Relevanz sein.
    Der ADAC hat bei vielen Modellen die Emissions-Messdaten vom Prüfstand, mit den im tatsächlichen Fahrbetrieb ausgestoßenen Emissionen verglichen.
    Hier landen Nissan NP300 Navara, Isuzu D-max, KIA Sorento und Ssang-Yong Rexton und der Korando auf den letzten Plätzen. Derartige Modelle werden also einen enormen Wertverlust haben.
    Die Hypridmodelle Hyundai IONIQ, BMWi3, VW e-Golf, VW –up!, sowie der SMART EQ hingegen, stehen auf den ersten Plätzen.

    1. Einen Blick in die Datenbank vom ADAC „Eco-Test“ zu werfen, schadet nicht und hilft Fehlentscheidungen zu vermeiden.

     

    Welche PKW Modelle werden am meisten von den Deutschen gekauft?

    Das größte Segment der neu zugelassenen PKW´s in Deutschland bildet die Kompaktklasse mit einem Anteil von etwas über 23%. Mitunter wird diese Fahrzeugkategorie auch als untere Mittelklasse verstanden oder gar, weil dieses Auto diese Klasse repräsentiert: die Golfklasse. Zu der Kompaktklasse gehören beispielsweise folgende Autos: Golf, Focus, Civic, 1er, A-Klasse, Mazda3, Prius, Auris, Oktavia usw.

    Sehr stark ist das Segment der SUV (Sports Utility Vehicle) gewachsen, so dass diese nun das zweitgrößte Segment mit 15,2 % bildet. Typische SUV sind der Cayenne, M-Klasse, Q7, X5 usw.

    Gefolgt wird dieses Segment von den Kleinwagen (Polo, Up, IQ,..) mit 14,5 P% bzw. der Mitteklasse (C-Klasse, 3er, A4, Passat, usw.) mit 11,9%.
    Mit knapp 31% werden die restlichen Fahrzeugklassen zusammengefasst, zu denen Cabrios, Luxusfahrzeuge, Pick-ups, Großraum-Limousinen, Wohnmobile, Sportwagen usw. zählen. Nachdem diese Fahrzeuge eher als exotisch einzustufen sind, ist eine individuelle Betrachtung erforderlich, um Empfehlungen geben zu können.

    1. Klare Kaufempfehlung, wenn sich damit die Anforderungen an ein Auto zu 80% mit dieser Fahrzeugklasse realisieren lassen: ein Fahrzeug der Kompaktklasse.

     

    Welche Marken sind attraktiv?


    Wie aus den Zulassungsstatistiken des deutschen Kraftfahrt Bundesamtes zu erkennen ist, liegen die deutschen Marken auf dem hiesigen Markt an vorderster Stelle. Der Platzhirsch Volkswagen konnte trotz des „Diesel-Gates“ nicht von seiner Spitzenposition verdrängt werden und liegt mit einem 18,4% Marktanteil deutlich auf erster Stelle. An zweiter Stelle steht Mercedes-Benz mit knapp 320.000 verkauften Einheiten und konnte damit im Jahr 2018 „nur“ der Hälfte der Stückzahl von Volkswagen absetzen.

    Die Marken BMW und Audi tauschen häufig die Plätze drei und vier. Bei Audi gab es zuletzt einen starken Absatzeinbruch aufgrund des Umgangs mit dem schärferen Abgasprüfzyklus WLTP. Auf Platz fünf und sechs bleiben die Marken Ford und Opel, die vor allem in Nord und Ost-Deutschland vergleichsweise beliebt sind.

    Bei den Importmarken ist hervorzuheben, dass im Jahr 2018 Tesla mit seinen Elektrofahrzeugen einen riesigen Zuwachs von knapp 75% verzeichnete. Der Marktanteil ist jedoch nach Information des Handelsblatts mit knapp 2000 Einheiten verschwindend gering. Nachdem die Produktionskapazitäten von Tesla zwischenzeitlich stark gesteigert wurden, wird sich der Absatz im Jahr 2019 sicherlich nach oben entwickeln. Die Deutschen lieben die Fahrzeuge von Skoda (5,6%), weil diese mit technisch ausgereiften VW Teilen ausgestattet, jedoch durch die Produktion in Tschechien kostengünstig produziert werden.  Renault liegt aufgrund der kostengünstigen Kleinwagen im Portfolio auf Platz 2 (3,9%). Der koreanische Hersteller Hyundai (3,1%) ist nach wie vor durch die kluge Preispolitik und sehr guten Garantieleistungen zusammen mit Seat an dritter Stelle.  Seat (3,1%) gehört ebenfalls zum VW-Konzern und bietet die gleichen Vorteile wie Skoda. Aufgrund der höheren Produktionskosten und der Positionierung von eher sportlichen Fahrzeugen, liegen diese preislich, vor allem im Zubehör, etwas höher als Skoda.

    Voraussetzung einen guten Widerverkaufspreis zu erreichen, ist es, ein auf dem deutschen Markt attraktives und gesuchtes Fahrzeug zu kaufen, anstatt sich für ein Fahrzeug zu entscheiden, welches zwar günstig erscheint, aber in Wahrheit ein Ladenhüter ist.

    Typ Einheiten 2018
    VW Golf 211.517
    VW Tiguan 74.749
    VW Polo 70.488
    VW Passat 70.007
    MB C Klasse 62.784
    Skoda Octavia 58.444
    Audi A4 53.340
    MB E-Klasse 51.175
    Mini 50.494
    Ford Focus 49.278
    Opel Corsa 47.848
    Ford Fiesta 47.222
    Opel Astra 45.932
    Audi A3 45.901
    Skoda Fabia 44.900
    BMW 1er 44.193
    Seat Leon 43.045
    VW Touran 42.623
    BMW 5er 42.356
    Ford Kuga 42.276
    MB GLC 40.438
    VW Transporter 39.433
    BMW 2er 38.189
    Audi A6 37.170
    VW Up 35.401
    VW T-Roc 35.229
    MB A-Klasse 35.252
    BMW 3er 34.514
    Fiat 500 31.589
    BMW X1 31.521
    VW Caddy 30.896
    Smart Fortwo 27.405
    Dacia Sandero 25.109
    MB B-Klasse 24.846
    Opel Insignia 24.755
    Hyundai Tucson 24.055
    Toyota Yaris 23.914
    Renault Captur 23.834
    Renault Clio 23.575
    Opel Mokka 22.790
    Dacia Duster 22.664
    Hyundai i20 22.559
    Opel Adam 22.297
    Opel Crossland X 22.217
    Nissan Qashqai 22.143
    Seat Arona 22.053
    Huyundai i30 22.044
    Citroen C3 21.844
    Ford Ecosport 21.664
    Skoda Karoq 21.054

     

    8.  Auswahl eines Fahrzeuges von den besten KFZ-Herstellern beschränken und attraktive Modelle auswählen, die hohe Absatzzahlen haben. 

     

    Welche PKW-Farben sind in Deutschland attraktiv?

    Die Aussenfarbe ist für viele Fahrzeugkunden elementar, daher wird hier besonders auf diese Fragestellung eingegangen.

    In den 80er Jahren dominierten vor allem die Farben rot und grün bei den PKWs. Jedes vierte Fahrzeug wurde in diesen Farben ausgeliefert. Weiß, war damals sehr „in“, und lag zusammen mit blau auf dem dritten Platz. Schwarz hingegen war am seltensten nur 31500 Fahrzeuge von insgesamt 2,4 Millionen neu-zugelassenen Fahrzeugen waren schwarz.

    Erstaunlich ist, wie innerhalb von 10 Jahren ein anderes Bild auf deutschen Straßen entstand: rot (720.000 Einheiten) und insbesondere grün (600.000 Einheiten) führten zwar anfangs immer noch die Statistik an, doch schwarz und grau gewann stark an Attraktivität. Sicherlich hatte auch das Design der Fahrzeuge, in welcher die Aerodynamik priorisiert wurde, Einfluss auf diese Entwicklung. Mitte der 90er kam schwarz und grau an die Spitzenposition der Statistik. Mehr als die Hälfte der 3.3 Millionen neu-zugelassenen Fahrzeuge wurden in schwarz oder grau ausgeliefert. Weiss spielte gar keine Rolle. „Auf Weiss sieht man jeden kleinen Schmutzfleck, da muss man die ganze Zeit Auto waschen“, waren die Stimmen. Es war sogar verpönt ein weißes Fahrzeug zu fahren, die Leute empfanden es als „geschmacklos“, die Autos würden aussehen wie „gerade grundiert und dann vergessen mit Farbe zu lackieren“. Entsprechend waren weiße Fahrzeuge geradezu unverkäuflich und hatten häufig einen Wertnachteil von -20%!

    Die Attraktivität von dunkeln Fahrzeugen hält bis heute an. Dunkle Farben stehen nach wie vor für Eleganz. Jeweils ein Drittel der Fahrzeuge sind schwarz, oder grau. Seit 2010 ist weiß in Deutschland wieder modern geworden, insbesondere bei Luxusfahrzeugen. So dass im Jahr 2017 rund ein Sechstel der 3.3 Millionen neuen Fahrzeuge in weiß ausgeliefert wurden. Die Auslieferung von roten oder blauen Fahrzeuge hingegen, mit jeweils 320.000 bzw. 220.00 Einheiten, ist stark gesunken. Grüne Fahrzeuge, mit gerade einmal 39.000 Einheiten, sind fast schon zum Exoten geworden. 

     

    Aussenfarben sind für viele Menschen die wichtigste Kaufentscheidung. Also muss diese so gewählt werden, dass sie den meisten Menschen gefällt: schwarz, grau, weiß

     

    Um welche Fahrzeuge sollte man besser einen Bogen machen, um nicht durch technische Fehler böse Überraschungen zu erleben?

    Das Statistische Bundesamt hat die Zahlen für 2017 veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass 28,1 Millionen Fahrzeuge untersucht wurden, wobei 34% davon beanstandet wurden.

    Häufigster Mangel sind die lichttechnischen Anlagen und die Elektrik/Elektronik. Darunter fallen nicht defekte Glühbirnen, die bei manchen Prüfstätten sogar direkt ausgetauscht werden können, sondern Schäden, die einer umfangreichen Reparatur (z.B. Austausch Kabelbaum, Steuergerät usw.) bedürfen.
    An zweiter Stelle stehen Mängel an der Bremsanlage. Gefolgt von Mängeln an der Achse, Aufhängung und der Räder. Insbesondere bei den älteren Fahrzeugen sorgen Ölverlust und Schäden am Rahmen für eine nicht bestandene Hauptuntersuchung und damit manchmal zum wirtschaftlichen Totalschaden. Von allen im Jahr 2017 untersuchten Fahrzeugen waren 15,3 Millionen über 9 Jahre alt.
    Diese Information bestätigt die, für die meisten Menschen, überraschende Auswertung des Kraftfahrt-Bundesamtes: alle in Deutschland zugelassenen PKW´s sind durchschnittlich 10 Jahre alt!

    Es gibt Fahrzeughersteller, die sehr schöne und günstige Autos herstellen. Eine technische Betrachtung hinsichtlich Fahrverhalten, Sicherheit und Haltbarkeit und der damit zusammenhängenden Wirkung auf den Wertverlust, führt dazu, dass wir diese Fahrzeuge nicht empfehlen. Einige dieser Hersteller haben sich darauf spezialisiert, Personengruppen welche technische Eigenschaften nicht beurteilen können, zu „emotionalisieren“. So schlagen beispielsweise Frauenherzen bei großen Scheinwerfer höher. Auch jeder zweite SUV wird zwischenzeitlich von Frauen gefahren, weil sie sich darin „beschützt“ fühlen. Männer hingegen können bei rassigem oder sportlichem Design schwer widerstehen und treffen damit Kauf-Entscheidungen, die sachlich nicht begründet werden können.

    9. Wenn man kein absoluter Autofan ist, empfehlen wir einen emotionalen Kauf zu unterlassen und sich auf Modelle der bewährten deutschen und japanischen Hersteller zu beschränken.

     

  • Worauf ist beim Gebrauchtwagenkauf zu achten?

     

    Zusammenfassung:
     

    Dieser Artikel vom Jahr 2019 hat die Zielsetzung, die rechtliche Situation beim Autokauf zu erklären und auf mögliche Risiken hinzuweisen. Die Daten stammen aus eigenen Erfahrungen von „COS Stuttgart“, als auch von anderen Institutionen, deren Quellen unten angegeben sind.


    -um Autohändler zu sein, ist kein Bildungsabschluss, Qualifizierungsnachweis oder eine Erlaubnisprüfung notwendig (IHK Frankfurt)

    -jährlich werden in Deutschland 8,66 Millionen gebrauchte KFZ verkauft, 50% davon über den Markenhandel (Statistisches Bundesamt)

    -33% aller in Deutschland verkauften Gebrauchtwagen haben manipulierte Tachos (Polizei und ADAC)

    -es gibt in Deutschland keinen Markt bei dem mehr betrogen wird als im Gebrauchtwagenmarkt (Stern)

    -Fahrzeuge sind im Durchschnitt 9,4 Jahre alt (Statistisches Bundesamt)

    -Im Jahr 2018 hatte der ADAC etwa 4 Millionen Panneneinsätze (ADAC)

    -Vertragshändler und Vertragswerkstätten führen Inspektionen nicht richtig/vollumfänglich aus (Auto Motor Sport, Auto Bild, Erfahrung der COS Meisterwerkstatt bei Durchführung von Inspektionen von Kundenfahrzeugen)

    -Pro Jahr werden 2,5 Millionen Autounfälle gemeldet (Statistisches Bundesamt)

    -viele Fahrzeuge werden als unfallfrei angeboten, obwohl diese einen Unfall hatten (Erfahrung von COS bei Beratung eines Fahrzeugkauf eines japanischen Kunden bei einem freien Händler)

    -Fahrzeuge werden von Händlern viel zu teuer verkauft, angeblich wegen der Gewährleistungspflicht (Erfahrung von COS bei Unterstützung beim Fahrzeugkauf eines japanischen Kunden bei einem freien Händler)

    -Mietwagen werden als Firmen- oder "Dienstwagen" umdeklariert (Erfahrung von COS bei Unterstützung beim Fahrzeugkauf eines japanischen Kunden bei VW Stuttgart)

    -Nach Feststellung von diversen Schäden am Fahrzeug (z.B. Gelenk der Seitenwelle), steht das Fahrzeug plötzlich nicht mehr zum Verkauf zur Verfügung (Erfahrung von COS bei Unterstützung beim Fahrzeugkauf eines japanischen Kunden bei FORD Ludwigsburg)

    -der Kauf beim Händler führt gemäß HGB zu einer Gewährleistungspflicht, diese jedoch in der Praxis durchzusetzen ist sehr schwierig (HGB, BGB, Erfahrung von COS bei Unterstützung beim Fahrzeugkauf eines japanischen Kunden)

    -eine Garantie ist nicht mit einer Gewährleistungspflicht zu verwechseln (AGB der Garantie, BGB)

    -der Kauf eines Gebrauchtwagen ist Vertrauenssache, der durch Sachverstand ergänzt werden sollte
    (Erfahrung von COS bei Unterstützung beim Fahrzeugkauf)

     

    Einleitung:

     

    "Er hätte einen wunderbaren günstigen schwarzen Mercedes-Benz E-Kombi mit niedriger Laufleistung bei einem Autohändler gesehen. Das wäre das perfekte Fahrzeug während seines Expatriate Einsatzes für ihn, seine Frau und den beiden Kindern. Er würde den Wagen gerne kaufen, denn der Händler hätte ihm mehrmals zugesichert der Wagen wäre unfallfrei." sagte der japanische Kunde zu uns.
     

    Er würde gerne COS den Auftrag geben den Wagen nochmals technisch zu überprüfen, die Preisverhandlung zu führen, eine günstige Versicherung abzuschließen und die Registrierung vorzunehmen.

    Wir nehmen den Auftrag an und gehen mit dem Kunden vor Ort. 

    Doch uns fällt sofort auf:  Das Fahrzeug hatte offensichtlich einen starken Frontschaden, die gesamte Front wurde ausgetauscht. Wir fragen den Händler in Anwesenheit unseres Kunden: „Wollen Sie uns weismachen, dieses Fahrzeug wäre unfallfrei?“. Er kommt ins Stottern, ja doch da wäre was gewesen. Aber er hätte zusammen mit seinem Bruder hinten in der Garage den Schaden wieder instand gesetzt.
    Selbstverständlich kaufen wir das Fahrzeug nicht. Stattdessen folgt der Kunde vorbehaltlos unserem Rat, ein Fahrzeug zu kaufen, welches wir ihm vorstellen von einem privatem Verkäufer. Einem Herrn in leitender Funktion, der das Fahrzeug aus erster Hand mit perfekter Historie verkauft.

    Autohändler haben einen schlechten Ruf. Viele unserer japanischen Kunden haben zuvor schlechte Erfahrung mit Autohändlern in Deutschland gemacht und kommen deshalb zu COS. Andere haben gar nicht gemerkt, dass sie betrogen worden sind, ihnen beispielsweise ein Mietwagen als "Firmenwagen" angedreht wurde.
     
    Wir möchten im Folgenden über die Hintergründe informieren, erklären, wie die Rechtslage in Deutschland ist und worauf man achten sollte. Im Abschluss des Artikels geben wir eine Handlungsempfehlung.

     

    Wer ist Autohändler? 

    Um gewerblich als Autohändler tätig zu sein, ist in Europa keine spezifische Qualifizierung oder explizite behördliche Genehmigung erforderlich. 

    Es wird weder geprüft, ob ein Autohändler fachlich geeignet ist (wie z.B. bei dem Meisterzwang der §1 und § 7 der Handwerksordnung), Fahrzeuge auf Sicherheit, Qualität und Zustand richtig zu beurteilen.
    Noch wird überprüft, ob dieser „zuverlässig“ (wie z.B. bei der § 34C Gewerbeordnung beim Immobilienmakler) ist, um sicherzustellen, dass keine betrügerische Menschen diesem Gewerbe nachgehen. 

    Jeder kann also gewerblicher Autohändler sein, es ist lediglich eine Registrierung im Gewerbeamt nötig. 

     

    Wer ist nicht Autohändler? 

    Jeder Privatmann darf sein Eigentum verkaufen. Bestimmte Güter unterliegen Einschränkungen, Fahrzeuge jedoch können frei verkauft werden. Wird nicht gewerblich verkauft, gelten dieselben Gesetze wie bei jedem anderem privat verkauftem Gut, also die Festlegungen des BGB. 

    Im Einzelnen bedeutet das beispielsweise:

    wer nicht:

    • regelmäßig verkauft,
    • im Auftrag eines Unternehmens verkauft,
    • Fahrzeuge gekauft hat, mit der Absicht diese Weiterzuverkaufen,
    • Fahrzeuge verkauft, die er nicht für den eigenen Gebrauch genutzt hat,
    • viele Fahrzeuge verkauft,

    der ist nicht Autohändler und darf sein Fahrzeug privat, und damit verbunden, unter bestimmten Bedingungen verkaufen. 

     

    Wodurch unterscheidet sich der Privatkauf von dem gewerblichen "Autohändler-Kauf"?

    Der Kaufvertrag eines gewerblichen Verkäufers im Vergleich zum privatem Verkauf, wird gesetzlich völlig verschieden bewertet. 
    Im Privatverkauf gelten die Rechte und Gesetze des Bürgerlichen Gesetzbuchs BGB. Während im gewerblichen Verkauf das Handelsgesetzbuch HGB gilt. 
    Beim gewerblichen Autohändler entstehen durch die Gesetze des HGB für den Käufer besondere Rechte, für den Verkäufer Verpflichtungen.


    Wie ist die Rechtssituation bei einem privaten Kauf?
     
    Im Privatverkauf gilt der Grundsatz: „gekauft wie gesehen“, geregelt im 2. Buch des BGBs.
    Das bedeutet, der Verkäufer muss keine Verpflichtungen oder Garantien über die Qualität des Fahrzeugs eingehen. 
    Er muss auch nicht explizit auf Mängel oder Einschränkungen hinweisen, jedoch ist er verpflichtet wahrheitsgemäß Auskunft zu erteilen. 
    Wenn es sich herausstellt, dass nicht wahrheitsgemäß Auskunft gegeben wurde oder vom Käufer gar eine so genannte „arglistige Täuschung“ nachgewiesen werden kann, so ist eine gerichtliche Verhandlung möglich, die zu einer Änderung des Kaufvertrages führen kann. Allerdings liegt die Beweispflicht dafür auf der Käuferseite.

    In der Praxis ist es jedoch sehr schwer zu beweisen, dass ein erheblicher Mangel bereits zum Zeitpunkt der Übergabe bestanden hat. Mündliche Absprachen sind faktisch nicht zu beweisen, so dass ausschließlich das geschriebene Wort im Vertrag gilt. In den meisten Fällen wird sich ein privater Verkäufer über eine Klausel wie „der Verkauf erfolgt unter Ausschluss jeglicher Sachmängelhaftung“ absichern.
     
    Im Privatverkauf hat also der Käufer das volle Risiko zu tragen, ihm entsteht lediglich rechtlicher Beistand, wenn ein Betrug nachgewiesen werden kann.

     


     
    Welche Rechte entstehen dem Käufer im Vergleich bei einem gewerblichen Händler?
     
    Das Handelsgesetzbuch regelt die Pflichten und Rechte im gewerblichen Verkauf. Es gelten also andere Regeln, wie im „Bürgerlichen Gesetzbuch“.

    Den meisten Endverbrauchern sind die Gesetze des HGB unbekannt, daher vorab: entgegen landläufiger Meinung besteht kein Rückgaberecht oder Widerrufsrecht beim Autokauf (solange es sich nicht um den Sonderfall eines Fernabsatzgeschäftes handelt).

    Der Käufer kann also nicht seine Erwartungen, von sehr kulanten Handelsketten oder Versandunternehmen, wie beispielsweise „innerhalb einer Frist von 14 Tagen kann das Produkt ohne Begründung zurückgegeben werden“, übertragen.
    Lediglich wenn ein Mangel besteht, der bereits bei der Übergabe bestanden hat, aber unentdeckt blieb, hat der Käufer das Recht auf Nachbesserung. 

    Das Recht auf Nachbesserung ist der wesentliche Unterschied zwischen einem "Privatverkauf" und dem "Verkauf als gewerblicher Händler".

    Denn sobald ein Mangel bereits bei Übergabe bestanden hat, so wird der Händler verpflichtet, innerhalb von zwei Nachbesserungsversuchen, diesen zu beheben.
    Ist die Nachbesserung erfolglos oder kann sie dem Käufer nicht zugemutet werden, entsteht aus diesem Recht heraus, die Minderung des Kaufpreises oder im Extremfall auch die „Wandelung“, also die vollständige Rückabwicklung des Geschäfts.

    Das Recht auf Nachbesserung führt zu dem besseren „Gefühl“ der meisten Autokäufer, bei einem gewerblichen Händler zu kaufen. 
    Denn aus dem Recht der Nachbesserung auf Käuferseite, entsteht die so genannte Gewährleistungspflicht auf der Händlerseite.

    Was ist die Gewährleistungspflicht?
     
    Die Gewährleistungspflicht des Händlers ist eine gesetzliche Verpflichtung und ist daher nicht zu verwechseln mit einer Garantie. Auch hier besteht ein landläufiges Missverständnis: die Gewährleistungspflicht ist mitnichten eine Garantie!
    Dem Käufer entsteht über die Dauer von 12 Monaten ab Übergabe des Fahrzeugs das Recht auf Nachbesserung, sofern ein unbekannter Mangel zum Zeitpunkt der Übergabe bestanden hat.
    Die 12 Monate sind zweigeteilt hinsichtlich der Beweispflicht. In den ersten 6 Monaten liegt diese seitens des Händlers. Dieser muss innerhalb des ersten halben Jahres beweisen, dass der Mangel nicht bereits zum Zeitpunkt der Übergabe bestanden hat. Nach 6 Monaten dreht sich die Beweispflicht um, und der Käufer muss beweisen, dass der Mangel bereits zur Übergabe bestanden hat. 
     
    Wenn die Gewährleistungspflicht keine Garantie ist, lässt sich das Recht auf Nachbesserung überhaupt durchsetzen?
     
    Handelt es sich um einen anständigen Händler, wird er im berechtigten Fall, eine Nachbesserung ohne große Diskussionen übernehmen. Denn wenn der Käufer einen berechtigten Mangel aufzeigt, folgt dies daraus, dass der Händler das Fahrzeug nicht ordentlich geprüft und die erforderlichen Reparaturen entsprechend nicht vorgenommen hat.

    Falls sich der Händler weigert, bleibt leider nur der Weg zum Anwalt. Sollte es innerhalb einer vom Anwalt festgelegten Frist zu keiner Einigung kommen, so endet der Streit durch das Urteil eines Gerichtes. Entsprechend ist es wichtig Beweise zu sichern und vor allem die Sachlage von einer neutralen Stelle, wie dem ADAC, TüV, Dekra oder einem Gutachter beurteilen zu lassen.

    Wenn es jedoch so weit gekommen ist, dass man Rechtsbeistand benötigt, dann hat sich gezeigt, dass man mit dem falschen Menschen Handel betrieben hat. 
    Entsprechend empfehlen wir von COS sehr auf einen vertrauenswürdigen und zuverlässigen Händler zu achten, anstatt ein vermeintliches „Schnäppchen“ zu ergattern. 


     
    Kann durch die Gewährleistungspflicht ein perfektes Fahrzeug erwartet werden?

    Wird in der Fahrzeugbeschreibung bzw. des Kaufvertrages nicht explizit auf einen Mangel hingewiesen, so kann der Käufer erwarten, dass das Fahrzeug bzw. dessen Funktionen ordnungsgemäß ausführbar sind.
    Jedes Bauteil im Fahrzeug unterliegt Verschleiß und Alterung. Folglich kann nicht pauschalisiert werden, was „ordnungsgemäß“ bedeutet. Jeder Fall ist verschieden. Darüber hinaus besteht der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit. Alter, Laufleistung, Einsatz und die Anzahl der Vorbesitzer wirken sich auf den Zustand aus.
     
    Entsprechend kann nicht vom Käufer erwartet werden, dass sich alle Bauteile im perfekten Zustand befinden.

     
    Welche Mängel können durch Gewährleistung reklamiert werden?
     
    Wie beschrieben, kann keine pauschale Aussage gemacht werden. Daher hier einige Beispiele zu denen es gerichtliche Urteile gibt:

    • Wird beispielsweise festgestellt, dass das Fahrzeug einen Parkrempler hatte, welcher ordnungsgemäß behoben wurde, so entsteht kein Recht auf Nachbesserung oder Anspruch auf Kaufpreisminderung.
    • Wird ein Fahrzeug im Herbst gekauft und erst über die Wintermonate wird vom Kunden festgestellt, dass die Heckscheibenheizung nicht funktioniert, so kann dies zu einer Nachbesserung führen.
    • Wird bei einem Getriebeölwechsel festgestellt, dass sich Holzspäne im Öl befinden. Oder wird eine Tachomanipulation aufgedeckt, handelt es sich hierbei klar um einen Betrug. Dieser „Mangel“ kann nicht durch „Nachbesserung“ behoben werden, sondern hier bleibt nur die Kaufpreisminderung oder die Wandelung.


    Sind viele Fahrzeug-Tachos manipuliert?

    Hierzu kann es nur Schätzungen geben. Die Polizei und der ADAC gehen davon aus, dass jedes dritte verkaufte Fahrzeug in Deutschland einen manipulierten Kilometerstand hat.

    Der Kilometerstand ist neben dem allgemeinen Zustand des Fahrzeugs ausschlaggebend auf den Verkaufspreis. 

    Pro Jahr wechseln knapp 9 Millionen Gebrauchtfahrzeuge den Eigentümer in Deutschland. Daher ist davon auszugehen, dass die Anzahl von Tacho-manipulierten Fahrzeugen wirklich sehr hoch ist.

    Während ein kundiges Auge bei mechanischen Tachos erkennen kann, ob manipuliert wurde, ist dies bei modernen Tachometern nicht mehr möglich. Der Anschluss eines Computers an die genormte Diagnosesteckdose des Fahrzeugs und das Befolgen einer einfachen Methode genügen dafür. Für einen Privatverkäufer jedoch ist dies schwer, weil er die erforderlichen Diagnose-Tools nicht dafür hat.

    Was die meisten Endverbraucher auch nicht wissen: Bei vielen Autos gibt es "verborgene Menus", im Instrument Cluster (oder zu deutsch Kombiinstrument), welche sich durch geheime Tastenkombinationen öffnen lassen. 

    Hierin kann der Kilometerstand einfach angepasst werden. 

    Dafür gibt es auch einen nachvollziehbaren Grund: Die Autohersteller hinterlegen diese Möglichkeiten, um Überführungsfahrten, Strecken die durch die Logistik via Schiene und Schiff und deren Lagerplätzen, vor allem jedoch auch durch Testfahrten entstanden sind, zurückzusetzen. 

    Jeder Fahrzeug-Hersteller führt vollumfängliche Tests von zufällig ausgewählten Fahrzeugen aus der Produktionslinie aus, um damit seine Qualität zu sichern. 

    Kein Kunde jedoch wird bei der Neuwagenübernahme akzeptieren, dass sein Auto bereits mehrere hundert Kilometer auf dem Tacho hat. Entsprechend wird der Kilometerstand vor der Übergabe zurückgesetzt.

    So hilft es zu vergleichen, ob der Zustand des Fahrzeuges und die Angaben der Kilometerstände auf Rechnungen, Inspektionsnachweisen und TüV-Berichten zueinander passen.

    Doch auch hier ist Vorsicht geboten: Viele Händler machen die HU/AU neu, entsprechend ist hier der letzte Kilometerstand vermerkt. Der TüV hat die Aufgabe auf Sicherheit und Verkehrstauglichkeit zu achten, nicht auf Tachomanipulationen. Sollten vorherige TüV Berichte "fehlen", ist dies vielleicht der Versuch einer Verschleierung. 

    Darüber hinaus muss man wissen, dass es Firmen gibt, welche darauf spezialisiert sind nicht nur die Laufleistung des Fahrzeugs zu ändern. Sondern auch Inspektionshefte und die damit verbundenen Einträge in den verschiedenen Datenbanken zu fälschen. 

    Neben der Speicherung des Kilometerstands im Instrument Cluster, wird dieser bei jedem Abstellen des Fahrzeug auf einen Chip im Fahrzeug-Schlüssel übertragen. Der Kilometerstand wird genauso in vielen anderen Steuergeräten im Fahrzeug gespeichert, wie beispielsweise im ABS-Steuergerät. Üblicherweise speichert jedes Steuergerät darüber hinaus die eigene Betriebszeit ab. So kann man einen Abgleich zwischen Kilometerstand und Betriebsstunden machen, und somit Abschätzen ob eine realistische Durchschnittsgeschwindigkeit besteht.

    Ein Fachmann kann diese Daten auslesen.

    Jedoch: insbesondere der Markenhandel, der analog des Statistischen Bundesamtes über 50% der jährlichen Gebrauchtwagen verkauft, genießt analog einer TÜV Rheinland Studie das höchste Vertrauen. Obwohl es durch die Verfügbarkeit der Diagnose-Tools und direkte Anbindung an die Datenbanken, kein großer Aufwand wäre eine durchgängige Manipulation zu erreichen.

     
    Was ist der Unterschied zwischen einer Garantie und der Gewährleistungspflicht?
     

    Auf die Gewährleistungspflicht und dem daraus entstehendem Recht auf Nachbesserung wurde bereits weiter oben im Detail eingegangen. 

    Bei einer Garantie handelt es sich um eine freiwillige Leistung des Händlers zum Zwecke der Kaufreizsteigerung gegenüber dem Fahrzeugkäufer.
    Eine Garantie ist nichts anderes als eine Versicherung, die ein Händler bei den Garantie-Anbietern abschließen kann. Wenn also die Aussage vom Händler getätigt wird: „das Fahrzeug hat Garantie!“, so klingt das zunächst gut. Tatsächlich hat diese Information jedoch keine höhere Aussagekraft, als: „das Auto ist (undefiniert) versichert“. 
    Genau wie bei einer Fahrzeugversicherung ist entsprechend nachzufragen, um welche Art von Versicherung es sich handelt und welchen Umfang diese hat. Bekanntlich gibt es Haftpflicht-, Teilkasko, oder Vollkasko-Versicherungen. Die Deckungssummen sind sehr unterschiedlich, der Deckungsumfang ist bei jeder Versicherung anders. Außerdem wird unterschieden ob es eine Selbstbeteiligung gibt und wenn ja, wie hoch diese ist. 

    All diese Informationen gilt es genau zu prüfen.

     

    Welche Arten von Garantien beim Fahrzeugkauf gibt es?
     
    Die Garantieversicherung wird in der Regel im Kaufvertrag dokumentiert und vor der Übergabe des Fahrzeugs abgeschlossen. Der Händler hat meistens einen Rahmenvertrag mit einem Garantieanbieter, über welchen er eine fahrzeugspezifische Versicherung abschließt.

    Über die Fahrgestellnummer und Angabe vieler weiterer Eigenschaften und Daten wird ein Risikowert ermittelt.
    Der Händler legt daraufhin den Umfang der Garantie fest. Er kann die Garantie auf Motor- und Getriebeumfänge, Elektrik/Elektronik, Achsteile usw. begrenzen, oder jedes Bauteil eines Fahrzeugs versichern lassen. 
    Des Weiteren legt der Händler fest, wie hoch die Erstattung der Kosten für das Ersatzteil sein sollen, sowie den Gültigkeitszeitraum.
    Je nach Festlegung entsteht ein Preis für die Versicherung, welcher normalerweise vom Händler getragen wird.

    Das bedeutet also, dass der Händler die Rahmenbedingungen über den Leistungsumfang festlegt. Genauso kann er weitere Einschränkungen definieren. Häufig steht im „Kleingedruckten“, dass der Garantiefall nur eintritt, wenn die Reparatur in der hauseigenen Werkstatt stattfindet. Oder es ist festgelegt, dass nur unter der Voraussetzung, dass alle Inspektionen regelmäßig bei diesem Händler durchgeführt wurden, eine Garantieübernahme bestehen kann. 

    Auf diese Weise erreicht der Händler eine effiziente Kundenbindung.

     

     

    Was ist unsere Empfehlung an Sie?

    Der Umstand, dass bei jedem dritten Fahrzeug der Tacho justiert wird, Fahrzeuge mit Unfallschaden als "unfallfrei" deklariert werden, Mietwagen als "Firmenwagen" definiert werden, Schäden verdeckt werden usw. sollte jedem Autokäufer bewusst sein.
    Nicht jeder Verkäufer ist ein Betrüger, aber es gibt doch einige "schwarze Schafe".

    Es gilt einfach kritisch zu sein und nicht nur das zu sehen, was man gerne sehen will.

    Bewusst machen wollen wir entsprechend: Anzunehmen ein Vertragshändler würde aufgrund seiner Hausmarke eher von Betrügereien absehen als ein privater Verkäufer, dem sei gesagt: dies ist ein Irrtum.

    Regel Nummer 1: Ausschliesslich bei einem zuverlässigen und vertrauenswürdigen Menschen kaufen.

    Ein Fahrzeug muss vor allem sicher und zuverlässig sein. Der Autokauf von privat ist empfehlenswert, wenn die Situation vollständig überschaubar ist und das Fahrzeug fachkundig beurteilt werden kann.

    Regel Nummer 2: Nur wenn alle Daten und Informationen vorgelegt werden können, kann eine authentische Beurteilung gemacht werden.

    Das Recht auf Nachbesserung reduziert das Risiko eines kostenintensiven Schadens, schützt jedoch nicht vor langwierigen, nervenaufreibenden und vor allem teuren Scherereien. 

    Regel Nummer 3: Lieber das bessere Auto nehmen, als auf einen günstigeren Preis zu schauen.

    Autoverkäufer sind trainiert und erfahren. Sie wissen welche Schlagworte fallen müssen, um einen potentiellen Käufer zu überzeugen. Sie versuchen eine Beziehung mit dem Kunden aufzubauen, um damit sein Vertrauen zu wecken. Jedoch: nur das geschriebene Wort gilt.

    Regel Nummer 4: Nicht durch Worthülsen täuschen lassen, sondern jeden Vertragsinhalt kritisch prüfen. 

     

     

    Sie erreichen uns gerne mithilfe des Kontaktformulars, wir melden uns umgehend bei Ihnen, wenn Sie eine Frage haben. 

     

    Quellenangabe:

    http://m.frankfurt-main.ihk.de/industrie_innovation_umwelt/industrie/abgrenzung_handwerk

    https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/Wirtschaftsbereiche/TransportVerkehr/UnternehmenInfrastrukturFahrzeugbestand/Tabellen/Fahrzeugbestand.html

    https://www.adac.de/der-adac/rechtsberatung/fahrzeugkauf-und-verkauf/gebrauchtwagenkauf/betrug/

  • ドイツでの中古車購入の注意点

     

    記事では、ドイツでの中古車両購入際に注意すべき制度と車両購入に伴うリスクをお伝えする事です。私が日本人駐在の方々をサポーツするべく設立したCOS Services社で経験した様々な出来事を例に、他機関が公表するデータを引用しつつご説明いたします。

     

    本記事のまとめ

    ドイツ国内で自動車販売業者(ディーラー)になるためには、特別な学歴、資格、認可等を必要としません(フランクフルト産業商工会議所)
    連邦統計局によると、ドイツ国内での中古車売却台数は毎年約866万台にのぼり、その約半数が正規販売ディーラーによるものです。
    ドイツ自動車連盟(ADAC)・ドイツ警察が公表しているデータによると、中古車の約3割は走行距離を実際より少なく見せるメーターの改ざんが行われています。
    中古車市場は詐欺にかかる確率がドイツで一番高いと言われています(*
    中古車は新車で販売されてから平均9,4年経っています(連邦統計局)
    2018年度のADACロードサービスの出動件数は全国合計で約400万件にのぼりました。
    正規ディーラーやメーカー指定の整備工場であっても、十分な整備・点検を行なっておりません(Auto Motor Sport, Auto Bild等の自動車専門雑誌)。弊社の車両整備時にて、整備記録や領収書にオイル交換の記載があっても実際は行われていなかった事が多々あります。
    自動車事故の件数は毎年約250万件にのぼります(連邦統計局)
    事故車(修復歴車)であるにもかかわらず、無事故車として販売していることは珍しくありません(弊社エンジニア同行での中古車の下見にてディーラーの嘘が発覚)。また車両の下見の際に不具合を見つけ指摘をすると、突然車両は売却済みだからと半ば強引に追い返されたこともありました。
    ディーラーがオススメ商品として推してくるものは売りづらい訳あり車両である事が多く、買に専門知識がない事が分かると相場以上の価格をつけたり、レンタカーとして運用していたことを敢えて伏せて社用車としている事があります。
    ディーラーはドイツ商法典(Handelsgesetzbuch, HGB)により保証責任(Gewährleistung)定められていますが、実際に保証責任を問うことは難しく、購入後に指摘しても保証されないことあります。

     

    1.自動車販売業者(ディーラー)とは

    ヨーロッパで自動車販売業を営む為には特別な資格の取得や役所の認可等を必要としません。つまり、マイスター制度が確立されている自動車整備士の資格とは違い、車両の安全性、品質、状態を評価できる専門的な知識の確認・監査が行われないのです。

    また、詐欺行為等を防ぐ為、不動産仲介業者になる為には犯罪歴等を含む信頼性・誠実性の証明が義務付けられていますが(営業法 § 34C Gewerbeordnung)、ディーラーはこれらを証明する必要はありません。よって、役所(Gewerbeamt)での商業登録さえ済ませれば、自動車販売業者として車両の売買が行えるのです。

     

    2.  業者と個人の中古車売買の違い

    中古車販売サイトの普及により、個人でも簡単に車両の売却を行えます。個人の所有物の売却は認められており、制限が設けられている特別な物品が存在しますが、中古車はこれらには含まれません。業者と個人売買の境界線として、民法典(Bürgerliches Gesetzbuch, BGB)では以下の項目等が定められています。

    定期的な売却
    企業の依頼による売却
    転売を目的とした車両の購入
    自らが使用していない車両の売却
    複数の車両の売却

    上記の項目に当てはまらなければ、個人での売買が認められています。

     

    3.  中古車の売買契約の違い

    前述の通り、個人売買の場合は民法典(BGB)が、業者の場合は商法典(HGB)が適応されるのも大きな違いです。ディーラーや中古車業者から車両を購入する場合は、売主に保証責任が課せられるのに対し、個人の売買では基本的に保証責任はありません

     

    3.1.  個人売買の場合

    BGB第2編にて、「車両は見た通り購入(„gekauft wie gesehen“)」というのが原則になります。売主は欠陥を自ら示す必要はないですが、質問には正直に答える義務があります。購入後、売主側の「悪意の虚偽・(„arglistige Täuschung“)」が発覚した場合は、裁判を起こし売買契約内容の変更を争う事が可能ですが、立証義務は買主側にあります。

    実際、購入当時から不具合が存在したという事立証は難しく、主に契約書の記載内容が有効です。個人売買ほとんどの契約書には「売主側は欠陥の責任は負わない („der Verkauf erfolgt unter Ausschuss jeglicher Sachmängelhaftung“)」という条項が含まれており、修繕要求はできませんのでリスクは完全に買主側にあります

     

     

    3.2.  販売業者(ディーラー)の場合

    中古車の購入後の修繕・返却に関しても民法典(BGB)と商法典(HGB)では違いがあります。
    まず、ディーラーや中古車業者から車両を購入する場合に適応される商法典(HGB)でも、基本的に買主側に中古車の返却、又は売買契約撤回の権利の規定はありません。つまり、通信販売等では一般的な14日間の無条件で返品・返金が保証されているサービスとは異なります。唯一、購入時にすでに存在していた欠陥を見つけた場合、買主側には「修繕要求の権利」があります。業者側が修繕を完全に行えない場合、購入価格の値下げ、または契約の解除を要求できます。この権利こそが、個人・業者の中古車購入の大きな違いと言えます。売主には「保証責任」が課せられ、買主側には「修繕要求の権利」があるのです。


     


    4.  保証責任とは(Gewährleistungspflicht)
     

    販売業者の保証責任は法律で定められた義務であり(Gewährleistungspflicht)、購入者の意欲を刺激する為に自ら勧める製品保証(Garantie)とは異なります。

    車両受け渡し時の欠陥における保証責任(Gewährleistungspflicht)は購入後12ヶ月間有効ですが、注意すべき点は欠陥の証明義務(Beweispflicht)が最初の6ヶ月間は業者側にあるのに対し、それ以降は買主が証明しなければなりません。つまり、業者はその欠陥が購入時にはなかった事、あるいは購入後に発生した事を証明しなければならず、購入者は購入時にはすでにその欠陥があった事を証明しなければならない。

    この購入7ヶ月以降の買主側の欠陥証明に関してはディーラーにより対応は様々です。車両のチェック漏れがあったと修繕を引き受けるきちんとした業者もいれば、証明が不十分と修繕を拒否する業者も多く存在します。その場合は弁護士を介して業者とやりとりをするしか道はなく、それでも解決できない場合は法廷で争うことになりますので、証拠をできる限り集めるのが重要です(ADACTüV, Dekraの第三者機関の鑑定書等)。

    ここまできてしまうと、間違った業者と売買契約を結んでしまったと言わざるを得ません。ですので、業者で中古車を購入する場合も、相手が信頼に値するかしっかりと調査し見極めることが大切です。


     

    4.1.  保証責任でカバーされる欠陥は?

    売買契約に欠陥が明記されていない場合、車両の全ての機能はきちんと作動すると受け取ることができますが、車の部品も劣化・消耗するので実際「きちんと作動する(ordnungsgemäß)」という部分は曖昧です。その上、「Grundsatz der Verhältnismäßigkeit」という比例原則があるため、車両の状態は年式、走行距離、用途、所有者の数等で変わってきます。その為、「きちんと作動する」「全ての部品は問題ない」というのはケースバイケースだと認識する必要があります。

    例1:年式の古い車両の駐車の際についたかすり傷修理痕を発見した場合、その修理が適切できちんと行われていれば、修繕要求・購入価格の値下げ要求は難しい。
    例2:秋に車両を購入し、冬になってからリヤデフォッガー(リヤガラスの曇り防止装置)が作動しないことに気づいた場合、保証責任でカバーされる可能性は高い。
    例3:走行距離を実際より少なく見せるメーターの改ざんが行われていたことが発覚した場合、修繕はできない欠陥であり、詐欺になるので購入価格の値下げ又は売買契約の解除を要求します。

     

    4.2.  製品保証の違い(Garantie)

    前述の通り、製品保証は購入者の意欲を刺激する為に業者自らが勧める保証です。これは業者が欠陥修繕の保証をするものではなく、その費用に対して保険会社が保証するものです。車両保険と同じで、保証内容、条件、期間等は保険毎に違う為、正確に把握する事が大切です。

    保証内容・範囲はディーラーが決め、エンジン、トランスミッション、電気系統、アクスル等の基本部品に限定される場合や、それら以外の部品を対象とすることもできます。しかし、保証対象品であっても交換部品の価格の上限や部品によって保証期間が異なる場合もあるので注意が必要です。また、修繕費用の建て替えの条件として自身の工場での修理や定期点検を定めていることもあります。

     

     

     

    5.  走行距離メーターの改ざんについて

    ドイツ自動車連盟(ADAC)・ドイツ警察が公表しているデータによると、中古車の約3割は走行距離を実際より少なく見せるメーターの改ざんが行われています。その理由は簡単で、走行距離が車両価格を大きく左右するからです。

    昔ながらの機械仕掛けの走行メーターであれば、専門知識を持っている人が見れば改ざんは見抜けたものの、現在のメーターの改ざんは見抜くのが困難です。走行距離の再設定はパソコンと専用の診断機器を用いれば簡単に行えるように、実はメーカーが自ら設定をしているのです。それは、製造場所からの運搬の際に必要な移動や、品質管理に必要なテスト走行にかかる走行距離を戻す為のものではあるものの、違法な改ざんに悪用されてしまうのです。

    メーターの改ざんが行われていないかチェックするのは容易ではないですが、全ての書類の走行距離が一貫して合っているか、また年式と照らし合わせても不可解ではないかチェックすることをお勧めします(過去の請求書、車検、整備記録等)。車検で注意すべきは、メーター改ざんのチェックは行われないので、最新の車検ではなく、過去の車検記録をできる限り全て確認することです。過去の車検記録や整備記録が紛失して提示できない場合は、メーターの改ざんが行われているかもしれません。

    TÜV Rheinlandの調査によると、やはり改ざんに関しては正規ディーラーの信頼度が一番高いようですが、正規ディーラーがいつも親切で悪質な詐欺は行わないということではありません。専用機器やデータバンクの改ざんが一番行いやすいのも正規ディーラーだということは念頭に置く必要があります。また、実際は違う車両の下見に行ったのに「今イチオシの商品がある。特別価格で販売する」と言われるがまま購入を決めてしまう方が多いですが、このような売り文句も結局は売れ残りを処分したいということだと理解する必要があります。 

    6.  弊社の勧め

    本記事では、ドイツで自動車販売業を営む為には特別な認可・資格が必要でない事、個人売買での注意点、多くの中古車の走行距離メーターが改ざんされていること、事故車であっても平気で無事故車として販売されていることを紹介しました。それらを踏まえて、中古車購入の際は以下の点に注意してください。

    その1:車は信頼できる人・ディーラーから購入する
    もちろん、全てのディーラーが詐欺を行っているわけではありませんが、中古車購入の場合は日本とは違い信頼できないディーラーも数多くいると警戒するのが大切です。

    その2:車両に関しての情報や書類が全て提示されなければ、正確な評価はできません
    車は安全、信頼性が第一。一歩間違えると命に関わりかねない重要な決断です。ドイツの中古車市場は大きく、状態の良い車両も数多くあるとはいえ、個人からの購入は特に専門家の評価が重要です。

    その3:低価格な車両よりも、状態の良い車両を選ぶ
    買主側の修繕要求の権利は欠陥修繕費用のリスクをカバーしますが、手間のかかるやりとりや法的手続き等を完全に阻止することはできません。欠陥のある問題車両を購入しない為の正確な評価が大切なのです。

    その4:口先だけの巧みな言い回しに惑わされずに、契約内容の全てに目を通す
    ディーラーも販売のプロです。どの様な事を言えば買い手を説得できるのか熟知しています。結局は売買契約や書面で書かれていることだけが有効だという事を忘れずに、口車に乗せられない様に心がけましょう。

    弊社COS Servicesのエンジニアスタッフはお客様のご要望に合った車両選びおよび購入・売却手続きのサポートをいたしますお車の事なら何なりとご相談ください。